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Interkulturelles Familienfest

Alle aktuellen Infos und viele Fotos gibt es auf unserer Facebookseite.


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Am Sonntag, den 25. September 2016 veranstalten wir (wie schon im vergangenen Jahr) im Kinder- und Jugendhaus Chilli ein großes Familienfest im Rahmen der interkulturellen Tage Dresden.

Eingeladen sind alle Bürger von Laubegast und Geflüchtete aus dem Stadtteil und auch aus anderen Teilen von Dresden
Von 14 – 18 Uhr bieten wir Livemusik, Kinderspiele, Sport, ein Märchenzelt, Hennamalen, Kinderschminken, eine Tombola, interkulturelles Training und vieles mehr. Und natürlich Kulinarisches aus alles Welt. Neben Kuchen und Leckereien, die von unseren Netzwerkmitgliedern mitgebracht werden, betätigen sich diesmal auch einige Migranten in der Küche  – Orsetis macht griechisches Mousaka, unser Freund Hossein zaubert iranische Spezialitäten, und die Frauen aus dem Hotel Prinz Eugen bereiten afghanisches Gebäck.

Herzlich willkommen zu einem hoffentlich sonnigen Nachmittag der vielfältigen und bunten Begegnung!


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Lauftreff

Unser neues regelmäßiges Angebot:

Lauftreff

Jeden Freitag treffen sich Interessierte, um an der Elbe entlang gemeinsam zu laufen. Wir laufen ca. 45 – 60 Minuten, je nach Wunsch und Kondition. 

Treffpunkt: Freitags 18 Uhr am Volkshaus Laubegast, Laubegaster Ufer 22

Straßenbahn Linie 4 oder 6 Richtung Laubegast, Haltestelle Leubener Straße

Straßenbahn Linie 4 Richtung Laubegast, Endhaltestelle Laubegast

Bus Linie 86, Haltestelle Kronstädter Platz

 

Running Group

Every Friday, interested people meet to do some sports and run together along the river Elbe. We run about 45 – 60 minutes depending on the desire and physical fitness.

Meeting point: Fridays 18:00 am Volkshaus Laubegast Laubegaster Ufer 22

Tram 4 or 6 direction Laubegast, stop Leubener Straße

or Tram 4 direction Laubegast, stop Laubegast

or Bus line 86, stop Kronstädter Platz

 

Всем, кто любит заниматься бегом

Начиная с 13 ого мая мы каждую пятницу приглашаем всех, кто любит бегать в нашу группу. Мы встречаемся в 18:00 часов и бегаем в зависимости от желания и физической подготовки от 45 до 60 минут вдоль реки Эьбе. Место встречи: каждую пятницу в 18:00 около Volkshaus Laubegast Laubegaster Ufer 22. Как доехать: На 4-ом или 6-ом травае в направлении Laubegast до остановки Leubener Straße На 4-ом травае в направлении Laubegast до остановки Laubegast На 86-ом автобусе до остановки Kronstädter Platz

 

در حال اجرا گروه

هر جمعه، مردم علاقه مند دیدار به انجام بعضی از ورزش ها و اجرا با هم در امتداد رودخانه البه. 60 دقیقه بسته به تمایل و آمادگی جسمانی – ما در مورد 45 را اجرا کنید.

نقطه ملاقات: جمعه 18:00 Volkshaus Laubegast Laubegaster Ufer 22

تراموا 4 یا 6 جهت Laubegast، توقف Leubener اشتراسه

یا تراموا 4 جهت Laubegast، توقف Laubegast

و یا خط 86 اتوبوس، متوقف Kronstädter Platz را

 

تشغيل المجموعة

يلتقي الاشخاص المهتمين بالرياضة كل يوم جمعة للركض جانب نهر البة. نركض حوالي 45_60 دقيقة، ذلك يعتمد على اللياقة البدنية والرغبة، نقطة اللقاء volkhaus
العنوان :laubegast,laubegaster ufer 22..
الساعه السادسة مساء
الترام 4 أو 6 الاتجاه Laubegast، ووقف Leubener Straße
أو الترام 4 الاتجاه Laubegast، ووقف Laubegast
أو خط 86 حافلة، ووقف Kronstädter Platztz


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Nachbarschaftsfest

Am Sonntag, den 19. Juni laden wir zwischen 14 und 18 Uhr herzlich ein zu einem Fest für alle neuen Bewohner Laubegasts und ihre Nachbarn. 
UnknownWir wollen den  Laubegaster Bürgern, den neuen Bewohnern des Übergangswohnheimes in der Gustav- Hartmann-Straße und auch allen Geflüchteten, mit denen wir schon seit vielen Monaten enge Kontakte geknüpft haben, mit denen wir Deutsch üben, Sport machen und Dienstags Kaffee trinken, Gelegenheit geben, einander kennenzulernen und einen schönen und entspannten Nachmittag bei Live-Musik und kulinarischen Köstlichkeiten miteinander zu verbringen.

Hinweis: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder sie von dieser auszuschließen.


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Was wir wollen, was wir tun
Einige Fragen und meine Antworten darauf.

Auch, wenn ich das Folgende schon seit Monaten und etliche Male gesagt und geschrieben habe, scheint es momentan, in Zeiten, in denen nach Meinung einiger „die Stimmung kippt“ und Leute, von denen man das nie erwartet hätte, tatsächlich Dinge von sich geben, mit denen man so nicht gerechnet hat, unumgänglich zu sein, Einiges noch einmal klar zu sagen. Das will ich im Folgenden tun.
Zunächst einmal: die Ereignisse in der Silvesternacht in Köln und anderswo waren grauenhaft, verabscheuungswürdig und kriminell. Mein ganzes Mitgefühl gilt den Opfern.

Was hat das mit Laubegast zu tun?
Nichts.

Muss ich mein Handeln, meine Vorhaben deswegen überdenken?
Nein.

Wie ist die Lage in Laubegast?
Derzeit leben bereits einige Flüchtlinge, aus Syrien, dem Iran und Afghanistan, in Laubegast. Wir treffen sie beim Deutschunterricht, beim Kaffee trinken in der Kirchgemeinde, beim gemeinsamen Sport, aber auch im Supermarkt. Zu unseren Deutschkursen, dem SprachTreff und zum Sport kommen schon seit Monaten Asylsuchende aus vielen Ländern, die in Laubegast arbeiten oder hier bzw. in den angrenzenden Stadtteilen leben.

Wir erwarten innerhalb der kommenden Wochen den Bezug des ehemaligen Hotels „Prinz Eugen“. Es werden dort aller Voraussicht nach knapp 100 eher junge Männer aus verschiedenen Ländern, die hier Asyl beantragt haben und deren Verfahren entsprechend laufen, einziehen. Diese Menschen werden bis zur Entscheidung über ihr Verfahren – dieses dauert momentan durchschnittlich ca. 5 Monate – in Laubegast leben.
Danach, also wenn eine Entscheidung über den Asylantrag gefallen ist, werden die meisten vermutlich Dresden den Rücken kehren. Und es werden neue Hotelbewohner kommen.

Wie finde ich diese Lösung?
Eine zentrale Heimunterbringung wie in diesem Fall ist eigentlich, verglichen mit der dezentralen Unterbringung, die eher schlechtere Variante. Das habe ich, haben wir auch stets betont. Will heißen, dass uns die Problemstellung natürlich durchaus bewusst ist.
Andererseits ist es nachvollziehbar, dass die Stadt aufgrund der hohen Zuweisungszahlen seitens des Landes und auch aufgrund der nicht ausreichenden Zahl geeigneter Wohnungen auf solche Lösungen zurückgreifen muss. Außerdem handelt es sich hier um eine vorübergehende, nicht um eine dauerhafte Unterkunft für die Betroffenen. Nach Abschluss des Verfahrens sind die Bewohner gehalten, aus der Unterkunft auszuziehen.

Die Lage des ehemaligen Hotels in einem Wohngebiet mit enger Bebauung und die Zahl der dort unterkommenden Asylsuchenden bringt einige Anwohner dazu, Ängste und Sorgen zu entwickeln. Diese kann ich, soweit sie nichts mit Vorurteilen und rassistischen Ressentiments zu tun haben, selbstverständlich nachvollziehen und nehme sie ernst. 

Ich bin aber der Meinung, dass es in diesem speziellen Fall der Unterbringung, verglichen mit anderen Heimlösungen, auch einige positive Aspekte gibt. So ist die räumliche Struktur in einem ehemaligen Hotel mit Gemeinschaftsräumen und mit Doppelzimmern, die jeweils über ein eigenes Bad verfügen, besser für eine zentrale Unterbringung geeignet als ein umgebautes Wohnhaus, in dem dann sechs und mehr Personen sich eine Wohnung teilen müssen. Die Einbindung in das Wohngebiet kann auch durchaus eine Chance sein, denn wenn die Bewohner das Gefühl bekommen, von der Nachbarschaft respektiert zu werden und sich dort gut aufgenommen, vielleicht gar für die begrenzte Zeit, die sie dort leben, heimisch fühlen, wird dies mit Sicherheit helfen, Probleme zu vermeiden.

Außerdem gibt es mit unserem Netzwerk eine breite Unterstützung aus der Bürgerschaft und mit dem Kinder- und Jugendhaus Chilli, welches wir für unsere Aktivitäten nutzen können, im Stadtteil und in unmittelbarer Nachbarschaft zum Hotel bereits etablierte Strukturen, die sehr hilfreich sein können und werden.

Wie mit Problemen umgehen?
Natürlich kann es, wenn fast 100 Männer unterschiedlicher Herkunft gezwungen sind, auf engem Raum zusammenzuleben, zu Konflikten kommen. Diese gilt es, nach Möglichkeit vorn vornherein zu vermeiden. Es ist wichtig, problematische Situationen rechtzeitig zu erkennen und zu entschärfen. Sollte es zu kriminellen Handlungen kommen, so werden diese selbstverständlich als solche der Polizei gemeldet und entsprechend geahndet.

Was tun wir und warum?
Alle Flüchtlinge, mit denen wir in den vergangenen Monaten zu tun hatten, berichten übereinstimmend, dass es zwei große Probleme gibt: erstens sind sie zur Untätigkeit verdammt, denn sie dürfen nicht oder nur nachrangig arbeiten und haben während des laufenden Verfahrens keinen Anspruch auf einen Sprachkurs, zweitens fehlt Ihnen der Kontakt zu den Einheimischen. Wir wollen versuchen, an diesen beiden Punkten anzusetzen. Wir bieten Deutschkurse, Begegnungsnachmittage, Freizeitaktivitäten und Sport an, um einerseits eine Begegnung mit den Bürgern zu ermöglichen (alle Angebote stehen selbstverständlich auch Menschen mit deutschem Pass offen), andererseits aber auch die Chancen für eine erfolgreiche Integration zu erhöhen. Wir bieten Beratung und praktische Hilfe an, zum Beispiel bei Behördengängen, wir fragen schon jetzt immer auch die berufliche Qualifikation ab und tragen Angebote von Firmen und Institutionen für Praktika, Jobs und Ausbildungen an die Flüchtlinge heran. Mit Hilfe von Patenschaften ist direkte, praktische Hilfe mit wenig Aufwand möglich, schon jetzt sind auf diese Weise Freundschaften entstanden, und etlichen Flüchtlingen konnten wir in unterschiedlichster Weise helfen. 

Außerdem sind uns noch zwei Punkte sehr wichtig: einerseits ist es unerlässlich, den Flüchtlingen auch unsere Werte, Regeln und unsere Form des Zusammenlebens nahe zu bringen und sie damit vertraut zu machen. Die gelingt durch offenen Gespräche, aber ebenso beispielsweise durch Vorträge zum Rechtssystem, zum Schulsystem und zur Demokratie. Auch verteilen wir entsprechende Flyer oder z.B. das Grundgesetz in den Muttersprachen an die Asylsuchenden. Wir wollen und werden natürlich immer Ansprechpartner für diese Themen sein, diese offensiv angehen, die Diskussion darüber suchen und Fragen dazu beantworten.
Andererseits ist es, gerade in einer solchen Unterkunft, wichtig, die Bewohner selbst Verantwortung übernehmen zu lassen, ihnen bei der Selbstorganisation behilflich zu sein. Wir werden auch im Hotel präsent sein und die Bewohner dabei unterstützen. Wir wollen ihnen die Möglichkeit geben, auch uns und sich untereinander etwas beizubringen, sich sinnvoll zu betätigen, ihre Fähigkeiten und Erfahrungen einzubringen. Momentan haben wir zum Beispiel bereits eine Gruppe von Deutschen, die arabisch lernt und einen jungen Mann aus Afghanistan, der im Netzwerk mitarbeitet und kulturelle Angebote vorbereitet. Wir haben auch Sprachschüler aus dem Iran, aus Syrien und aus Eritrea, die uns als Dolmetscher behilflich sind und sein werden. Da ist noch vieles möglich.

Was wollen, was können wir erreichen?
Unser Ziel ist es, die neuen, zeitweisen Bewohner von Laubegast vorurteilsfrei aufzunehmen und ihnen die Chance zu geben, unsere Sprache zu lernen, eine berufliche Perspektive zu entwickeln und sich in unsere Gesellschaft zu integrieren. Damit meine ich nicht Assimilation, sondern Integration. Ein paar Einflüsse aus fremden Kulturen können uns sicher gut tun.

Es wäre schön, wenn diese Bemühungen auch dazu führen würden, einige der vorübergehenden Bewohner Laubegasts dazu zu bewegen, im Stadtteil oder zumindest in Dresden zu bleiben, sich hier niederzulassen. Auch dabei wollen wir behilflich sein.

In welchem Umfang dies alles gelingen kann, werden wir sehen. Ehrenamtliches Engagement hat natürlich Grenzen, aber schon jetzt haben wir viele, die sich in vorbildlicher Weise einsetzen und viel Zeit investieren. Unsere Erfahrungen zeigen zudem, dass wir für unsere Arbeit viel Positives zurückbekommen, und das motiviert uns stets aufs Neue.
Vermutlich, das ist uns natürlich klar, wird auch der eine oder andere dabei sein, den wir schwer erreichen, der die Sprache nicht lernen will oder kann, der die Wichtigkeit der Integration nicht erkennt. Viele, vor allem aus Syrien, wollen zudem, sollte sich die Situation in ihrer Heimat ändern, wieder zurück. Dies alles müssen wir ins Kalkül ziehen und versuchen, auch diese Menschen zu erreichen.

Ein letzter wesentlicher Punkt ist natürlich die Begegnung mit den Bürgern. Diese ist besonders wichtig, und wir wollen alles dafür tun, dass sie auch stattfindet, gelingt und beide Seiten einander näher bringt. Wir tun dies schon seit Monaten sehr erfolgreich, und wir möchten auch die eher skeptischen, die sorgenvollen und ängstlichen Bürger ansprechen und ihnen Mut machen, mit unserer Hilfe auf die neuen Mitbürger zuzugehen, sie kennenzulernen. Dies ist der erste Schritt zu einer Integration. Und wenn die Bewohner des ehemaligen Hotels ihre Nachbarn und die Laubegaster kennen und alle einander besser verstehen lernen, dann kann das nur von Vorteil sein.

 

Die Hilfe für Flüchtlinge und deren Integration in unsere Gesellschaft ist eine große Aufgabe, zu der wir als Bürgernetzwerk mit zur Zeit ca. 200 ehrenamtlich engagierten Bürgern aus Laubegast einen Teil beitragen können und werden. Wir haben jetzt die Chance, sogenannte Parallelgesellschaften durch gegenseitiges Verständnis und Integration zu vermeiden, und wir wollen sie nutzen. Es wird Veränderungen in unserer Gesellschaft geben, aber wir selbst haben es in der Hand, wie diese aussehen. Sie können zu unser aller Vorteil sein, unser Leben vielfältiger und bunter machen. Wir müssen nur, ohne Blauäugigkeit, aktiv mitgestalten, und genau das tun wir.

Ich sage es abschließend noch einmal ganz deutlich: bei dieser Aufgabe darf es ebenso wenig Platz für Menschenfeindlichkeit geben wie für Sozialromantik, hier geht es um Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft und Pragmatismus.

Claus Dethleff
Netzwerkkoordinator, im Januar 2016


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Neues Angebot

Ab Samstag, den 28. November haben wir ein neues offenes Angebot: in der Sporthalle der 95. Grundschule, Donathstraße 10, treiben wir jeden Samstag zwischen 16:30 und 19:30 Uhr gemeinsam Sport – Volleyball, Basketball oder Fußball. Offen für Laubegaster Bürger und Geflüchtete.


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Zur aktuellen Situation

Wir fühlen uns gut auf die derzeitige Situation vorbereitet und wollen unsere bestehenden Strukturen ausbauen und an die neue Lage anpassen. Wir planen eine Reihe von Aktivitäten, um die Bewohner der Unterkunft im ehemaligen Hotel Prinz Eugen und auch die Anwohner nicht allein zu lassen.
Wir gehen davon aus, dass wir in unserer Arbeit vom Betreiber und auch von der Stadtverwaltung unterstützt werden und wollen nach wie vor alles uns Mögliche dafür tun, dass Laubegast der schöne Stadtteil bleibt, der es ist. Die Spaltung der Bürgerschaft geht  nicht von uns aus, im Gegenteil, wir möchten allen die Hand ausstrecken.

Auf vielfachen Wunsch hier der vollständige Text der Rede, die ich Gestern im Stadtrat halten konnte:

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrte Bürgermeister, sehr geehrte Stadträte, liebe Gäste,

zunächst einmal vielen Dank an die Fraktion der Grünen für die Gelegenheit, hier sprechen zu können.

Ich bin seit etwas mehr als einem Jahr als Koordinator des Bürgernetzwerkes „Laubegast ist bunt“ konkret mit der Arbeit für Flüchtlinge beschäftigt.

Ich muss gestehen, dass auch ich, als wir uns damals entschlossen, uns diesem Thema zu widmen, Ängste hatte, Sorgen. So viele fremde Menschen, teils aus fremden Kulturen. Ich selbst hatte noch keinen Flüchtling näher kennengelernt und fragte mich: „Was kann ich, was können wir überhaupt für diese Menschen tun?“

Jetzt, ein Jahr später, kann ich Ihnen die Antwort geben: wir können sehr viel tun!

 
Ich habe von Anfang an gesagt und tue das immer noch, dass man die ganze Problematik im Grunde in zwei Begriffen zusammenfassen kann:

Der erste ist: Empathie
– um nichts anderes geht es, um Mitgefühl für Menschen, die Hilfe brauchen.

Zweitens aber ist wichtig, dass es bei dieser Arbeit keinen Platz für Sozialromantik gibt. Die Integration – und ich meine nicht Assimilation – ist eine große Aufgabe, und sie bringt Probleme mit sich, die man angehen muss, nicht verschweigen. Aber selbstverständlich auch nicht polemisch überbetonen.

Es sind keine Kriminellen, die in das ehemalige Hotel Prinz Eugen einziehen werden, und es sind keine Heiligen.
Es sind MENSCHEN.

Aber zurück zu dem, was wir leisten und leisten können.

Wir sind ein Netzwerk von mehr als zweihundert Bürgen von Laubegast, von denen momentan vielleicht 30, perspektivisch mindestens 50 aktiv ehrenamtlich Zeit aufwenden und konkrete Arbeit leisten.

Wir bieten momentan dreimal, ab Mitte November sechs Mal pro Woche Deutschunterricht an, wir haben einen Begegnungs-nachmittag in der Kirchgemeinde etabliert, wir eröffnen noch im November eine Fahrradwerkstatt und bieten regelmäßigen Hallensport an. Wir haben Ende September ein großes Familienfest veranstaltet, was wir gern wiederholen wollen, und eine Vielzahl von Informationsveranstaltungen durchgeführt.

Ich möchte an dieser Stelle betonen, weil darauf immer wieder herumgeritten wird: alle unsere Angebote sind selbstverständlich auch für Menschen mit deutschen Pass offen. Wer also bedürftig ist und gern Deutsch lernen möchte oder sein Fahrrad unter Anleitung reparieren will, der ist uns herzlich willkommen.

Nun zu dem, was aus MEINEN Sorgen und Ängsten geworden ist. Ich habe in den vergangenen Monaten sehr viele Flüchtlinge aus vielen verschiedenen Ländern kennengelernt. Ich kann Ihnen sagen, dass diese Begegnungen mein Leben verändert und bereichert haben. Es sind in unserem Netzwerk und auch bei mir persönlich Freundschaften entstanden, und wir haben auch die Probleme kennengelernt, die die Asylsuchenden haben. Ein großes Problem ist zum Beispiel, dass sie sagen: „Keiner redet mit uns, viele Menschen haben etwas gegen uns“.

Ich habe viele freundliche, dankbare Menschen kennengelernt, die begierig darauf sind, unsere Sprache zu lernen, die gern Teil unserer Gesellschaft werden wollen. Und arbeiten wollen die übrigens alle, möglichst schnell.

Und was ist mit der Sozialromantik?

Wenn man die weglässt, und das tun wir, dann ist es sehr erstaunlich wie viel wir erreichen können. Die Fortschritte beim Spracherwerb sind deutlich, und wir sehen unsere Arbeit mit den Asylsuchenden auch als ganz praktische Hilfe bei der Integration an. Das heißt, wir vermitteln den Flüchtlingen nicht nur die Sprache, sondern auch die Werte und Regeln unseres Zusammenlebens. Kürzlich habe ich viele Fragen zweier syrischer Männer beantwortet, die sie zu unserer Demokratie, zu unserer Form des Zusammenlebens hatten.

Wir haben sogar schon einigen beim Start in ein Arbeitsleben helfen können, Lehrstellen, Praktikumsplätze und Kontakte vermittelt.

Teile der neuen Gesetze und Initiativen auf politischer Ebene sind, bei aller Verfassungswidrigkeit anderer Teile davon, auch durchaus hilfreich für unsere Arbeit.

Seit Neuestem können Asylsuchende aus Iran, Irak, Syrien und Eritrea Sprachkurse kostenlos absolvieren. Ich habe viele Kontakte, auch zu Bildungsträgern, so dass wir die neuen Bewohner in der Gustav-Hartmann-Straße direkt dorthin vermitteln können.

Alle, die da keinen Platz finden und die anderen Flüchtlinge, aus Afghanistan, Somalia, Lybien und so weiter, die werden wir dann selbst unterrichten.

Sie sehen, wir sind gut vorbereitet und werden uns intensiv kümmern. Wir werden versuchen, zusätzlich zu den Sozialarbeitern, ein offenes Ohr für die Probleme der ANwohner und auch für die der BEwohner der Unterkunft zu haben.

Ich möchte erneut den Anwohnern und Kritikern sagen: kommen Sie, helfen Sie mit, lernen Sie diese Menschen kennen, haben Sie keine Angst vor Veränderungen, wir können diese selbst gestalten, denn wir sind viele, und WIR alle sind doch die Gesellschaft!

Claus Dethleff, Netzwerkkoordinator


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Fotowettbewerb

Hier nun alle Fotos, die zu unserem Fotowettbewerb eingereicht wurden. Laut Publikumsvoting beim Familienfest gewann das Foto Nummer 18:

18-Tabea-Koebsch 1-Frauke-Ada-Janetzko 2-Julian-Heinrich 3-Annett-Trieger 4-Antje-Janosch 5-Elke-Karcher-Engelmann 6-Dana-Ritzmann 7-Dana-Ritzmann 8-Dana-Ritzmann 9-Dana-Ritzmann 10-Dana-Ritzmann 11-Ralf-Boehme 12-Ralf-Boehme 13-Ralf-Boehme 14-Ralf-Boehme 15-Renate-Böttcher-Laemmel 16-Tabea-Koebsch 17-Tabea-Koebsch 19-Tabea-Koebsch 20-Volker-Janetzko 21-Ulrike-Eltz 22-Ludwig-Lehmann 23-Ludwig-Lehmann 24-Ludwig-Lehmann 25-Gottfried-Hietzge 26-Gottfried-Hietzge 27-Gottfreid-Hietzge 28-Gottfried-Hirtzge 29-Marie-Strohe

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Interkulturelles Familienfest

famfest_fbIm Garten des Kinder- und Jugendhauses Chilli (bei Regen drinnen) veranstalten wir ein großes Fest für Kinder und Erwachsene, egal woher sie kommen! Musik und Spiele, Märchen und Kulinarisches – ein Fest für Bürger, Gäste, Asylsuchende. Eine Veranstaltung im Rahmen der Interkulturellen Tage Dresden. Programmauszug:
> Rahmenprogramm mit Musik, Spielen und Bastelei
> Märchenzelt: Laubegaster aus aller Welt lesen Märchen aus aller Welt in verschiedenen Sprachen – lesen kann wer Lust hat und Märchenbücher mitbringen kann
> Verkleide-Aktion für Kinder nach Mode aus aller Welt.
> Begegnung mit Flüchtlingen und ihren Familien
> Musik: Mitmach- Trommelgruppe und Chor der EHS, Musik aus Syrien auf der Oud
> Interkultureller Chor des Putjatinhauses
> Sport und Spiel: Kicker, Trampolin, Spiele vom Chilli
> Essen und Trinken: Kaffee und Kuchen, alkoholfreie Getränke
> Bastelecke, u.a. soll ein großes Gemeinschaftsbild mit den Kindern hergestellt werden – eine „Kinder-Weltreise“
> Interkulturelles Kompetenztraining für Erwachsene von Trainerinnen der „viaWelten“

Plakat_IKTFoto-Wettbewerb: Fotos aus aller Welt (z.B. Reisefotos) können bis zum 13. September eingereicht werden. Die Fotos werden ausgestellt, das schönste Bild wird prämiert. Fotos bitte digital (in druckbarer Qualität für Größe A4) oder als Fotografie per Mail an vitae@cvjm-dresden.de oder per Post an Kinder- und Jugendhaus Chilli, Österreicher Str. 54, 01279 Dresden. Weitere Infos unter www.laubegast-ist-bunt.de/fotowettbewerb Family festival with music, fairy-tale tent, eating, drinking, meeting, sports and games. Iid Qoyska la music, teendhadiisii cirfiid-Sheeko, cunidda, cabidda, kulan, isboortiga iyo ciyaaraha. Семья фестиваль с музыкой, сказочный шатер, еда, питье, встречи, спорт и игры.


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Fotowettbewerb

Fotowettbewerb zum Interkulturellen Familienfest

Laubegast ist bunt – na klar. Und die Laubegaster selbst sind weltgewandt, vielsprachig und weitgereist. Wie groß der Radius wirklich ist, wollen wir im Rahmen unseres interkulturellen Familienfestes am 27. September veranschaulichen.

Deshalb sind alle Laubegaster aufgerufen, ein Foto einzusenden – entweder ihr schönstes Urlaubsbild oder ein Foto von der weitesten Dienst- oder Studienreise, die sie je angetreten haben. Die Fotos können aktuell sein oder von früher, vielleicht war jemand an der Trasse oder zu DDR-Zeiten unterwegs. Vielleicht hat auch mal jemand ein Bild von weither geschenkt bekommen, von einem Brieffreund vielleicht.

Der Möglichkeiten gibt es viele. Und Teilnehmer hoffentlich auch.

Wer mitmachen will, sollte sein Foto entweder digital (in druckbarer Auflösung für Größe A4) oder auch per Post bis zum 13. September einreichen. Wichtig ist eine informative Beschriftung (was sieht man auf dem Foto, wo wurde es aufgenommen und von wem) sowie Angaben zum Absender (Name, Adresse, Telefonnummer und/oder E-Mailadresse).

Mit einer Einsendung ist das Einverständnis verbunden, dass die Fotos ausgedruckt und im Rahmen des Familienfestes am bzw. im Kinder- und Jugendhaus „Chilli“ öffentlich ausgehängt werden dürfen.

Die Besucher des Festes entscheiden dann in einer Abstimmung über ihre Foto-Favoriten. Die drei Favoriten erhalten je einen kleinen Preis, das Siegerfoto wird sogar in der Sächsischen Zeitung veröffentlicht.

Einsendung der Fotos in Druckqualität bitte an: Bürgernetzwerk Laubegast ist bunt vitae@cvjm-dresden.de (Betreff: Fotowettbewerb)

oder per Post bzw. per Einwurf in den Briefkasten von:

Kinder- und Jugendhaus Chilli
Stichwort: Fotowettbewerb
Österreicher Straße 54
01279 Dresden


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